Kicken mit Flüchtlingen – es geht weiter!

Am Montag 20. Juli mit Beginn um 20:30 Uhr am Kunstrasen FCO (ehemaliger Viehmarktplatz) in Meran findet das nächste Fußballspiel mit den vor Kurzem in Meran angekommenen Menschen aus Afrika statt. Wer gut erhaltene Fußballschuhe und/oder kurze Hosen zu Hause hat, kann uns diese gerne vorbeibringen. Jede/r ist herzlich eingeladen, sich die Spiele anzusehen. Wir freuen uns!

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football unites – racism divides

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Vor Kurzem hat die Fanszene Obermais zu einem Fußballspiel mit den vor zwei Wochen in Meran angekommenen Menschen aus Afrika eingeladen. Auf dem Kunstrasenplatz FCO am Viehmarkt wurde gekickt und gebolzt was das Zeug hielt. Einiges an Fußballschuhen, Shirts und kurzen Hosen konnte unseren neuen Freunden zur Verfügung gestellt werden. Wer also Fußballschuhe zu Hause hat, die nicht mehr gebraucht werden, soll sich bitte bei uns melden. Wir werden auch in Zukunft mit den jungen Herren zum Kicken gehen und ihnen die Möglichkeit geben, einen Fußballplatz zu nutzen. Wann die Spiele stattfinden, werden wir noch mitteilen, wir würden uns natürlich auch über Fanunterstützung freuen. An dieser Stelle möchten wir uns sehr herzlich beim FC Obermais bedanken, der uns auf unkomplizierte Weise, den Platz zur Verfügung gestellt hat und mit seiner Unterstützung einen wichtigen Beitrag leistet. Die Fanszene Obermais möchte mit dieser Aktion ein Zeichen gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit setzen. Menschen welche auf der Flucht vor Krieg, Diktatur, Verfolgung und Hunger sind, verdienen Schutz und unsere Hilfe und nicht Ablehnung und Fremdenfeindlichkeit. Es sind Menschen wie ich und du und sie haben auf ihrer beschwerlichen Reise und oft schon Jahre andauernden Flucht Dinge erlebt, die wir an dieser Stelle nicht ausführen möchten, weil es einfach unerträglich ist und es dafür eigentlich keine Worte gibt. Wir glauben aber, dass es nötig ist, den immer weiter voranschreitenden Hass in bestimmen politischen Parteien, Gruppen und Internetforen zu verurteilen und, dass mehr Menschen in unserer Gesellschaft der Entmenschlichung von Schutzsuchenden entgegentreten sollten. Auch und leider zu viele Medien in diesem Land tragen mit ihrer populistischen und tendenziösen Berichterstattung nicht dazu bei, diesen Menschen mit dem nötigen Respekt zu begegnen, den sie eigentlich verdienen. Flucht ist kein Spaß, sondern der letzte und in den allermeisten Fällen einzige Ausweg vor Krieg, Folter und Tod. Wir möchten deshalb wenigstens einen kleinen solidarischen Beitrag leisten und Menschen, welche Schutz und vielleicht ein neues Zuhause suchen, eine Möglichkeit geben sich vom relativ tristen Alltag im Heim am Bahnhof in Meran abzulenken und das Geschehene, wenigstens für kurze Zeit ein klein wenig zu lindern. Und was kann es dabei besseres geben, als dem besten aller Hobbys nachzugehen?