Hasta la muerte

“In Sunntig miasmor unbedingt gwinnen!“. Viel zu oft hat man diesen Satz in den letzten Wochen gehört und selbst gesagt. Gewonnen haben wir dann aber trotzdem nicht, jedenfalls nicht in den letzten zehn Spielen – einer gefühlten Ewigkeit. Man meidet momentan gern den Sportteil der Montagsausgabe unseres Kasblattls, welcher ansonsten der einzige Grund ist, sich diese Zeitung anzuschauhen. Man hasst es zur Zeit wenn man auf der Arbeit oder bei zufälligen Begegnungen mit Bekannten auf den FCO angesprochen wird. „Wos ischn lous huier?“ „Wo ischn es Problem?“…. Keine Ahnung! Man will einfach nicht zu oft und zu viel daran denken, an die Scheiße in der wir gerade sitzen. Man will nicht daran denken nächste Saison vielleicht wieder auf den Schlern und nicht zum Gardasee, fahren zu müssen.
Es grenzt an ein Wunder, dass wir uns noch immer nicht auf einem Abstiegsplatz befinden, auch wenn die Situation von Woche zu Woche brenzliger wird und wir mittlerweile unseren einst komfortablen Vorsprung auf die letzten drei Plätze, fast gänzlich eingebüßt haben. Es ist schwer die Gründe für die derzeitige sportliche Misere zu finden und es wäre auch zu einfach jemandem die Schuld daran zu geben. Im Fußball liegen Sieg und Niederlage manchmal einfach sehr eng beianander und zu fehlendem Selbstvertrauen, gesellen sich immer gerne Pech und zweifelhafte Schiedsrichtigerentscheidungen. Wir haben es aber immer noch in der eigenen Hand den Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen, die spielerischen Qualitäten dafür besitzt unser Kader ja allemal. Mangeldem Einsatz kann und will man auch keinem unterstellen, sollte ein Spieler sich jedoch nicht in der Lage fühlen jetzt alles für die maglia zu geben, sollte er bitte Platz für einen anderen machen. Gleich wie jeder Zuschauer, der nur zum Nörgeln und Besserwissen auf die Lahn kommt, besser zu Hause bleiben sollte. Denn nur 100%-iger Einsatz von Jedem kann uns jetzt weiterhelfen. Jeder von uns, von den Spielern angefangen, über das Trainerteam, Vorstand, sportliche Leitung, die Betreuer, Fans, Platzwart, Schinterteam, bis hin zum Parkplatzwächter muss jetzt alles dafür geben um das Ruder nochmal rumzureisen. Jetzt müssen wir zeigen, dass wir eine Einheit sind. Nicht nur auf dem Rasen, sondern auch darüber hinaus. Jetzt müssen wir beweisen, dass der FC Obermais in die Oberliga gehört und bis zum Umfallen dafür kämpfen, dass das auch so bleibt. Obermoaser des sein mir, aufgeben tian mir nia!
“Ich verliebte mich in den Fußball, wie ich mich später in Frauen verlieben sollte: plötzlich, unerklärlich, unkritisch und ohne einen Gedanken an den Schmerz und die Zerrissenheit zu verschwenden, die damit verbunden sein würden.” Wie schon Nick Hornby in „fever pitch“ so treffend formulierte, ist es oft nicht leicht ein Fußballfan zu sein. Aber trotzdem will man auch diesen Schmerz nicht missen, er gehört einfach dazu. Wie es in einer echten Liebe halt so ist. In guten wie in schlechten Zeiten.

FCO allez!

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