Der Weg ist das Ziel

Wenn der Schiedsrichter am Sonntag das Spiel anpfeift und noch nicht mal alle Zuschauer ihren Platz auf den Tribünen eingenommen haben, hat für einige unter ihnen der FCO-Tag schon lange begonnen. Denn nicht nur Trainer und Spieler bereiten sich stundenlang und teilweise schon seit den frühen Morgenstunden mental und physisch auf das Spiel vor, auch für einige Fans beginnt so ein Spieltag mitunter schon sehr früh.
Auch wenn es Samstags manchmal ein bisschen spät wird und der Sonntag mit Kopfbrummen, Durst und Gedankenpuzzle beginnt, so freut man sich doch sofort nach dem Aufwachen auf die bevorstehenden Stunden. Nach einigen Telefonaten und Reperaturarbeiten am eigenen Körper geht’s dann auch meistens schon bald auser Haus um sich mit ein paar Kumpels zu treffen und die Zeit bis zum Spielbeginn kurzweilig zu gestalten.
Wo man sich dabei trifft ist eigentlich recht nebensächlich, meistens beginnt so ein Vormittag in einer Bar im Herzen Merans um dann später gemeinsam auf die Lahn zu fahren. Manchmal wird man vorher noch bei jemandem auf einen Kaffe eingeladen und wenn man ganz viel Glück hat werden einem sogar Nuss- und Vanillegipfelen nach Hause gebracht, damit man gut gestärkt in einen harten Tag starten kann.
Wie die Stunden bis zum Spielbeginn zelebriert werden, spielt im Grunde also keine Rolle. Es geht dabei mehr darum, Zeit zu verbringen mit Menschen die man mag, den Samstag nochmal Revue passieren zu lassen, ein bisschen über Fußball und im Speziellen den FCO fach zusimpeln, gute Musik zu hören, die Lahn zu genießen und sich gemeinsam auf das Spiel zu freuen. Denn Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude. Es lebe die Pre-Partita!

Was ist eigentlich ein Derby?

Der Begriff kommt aus dem Mutterland des Fußballs und hat eine sehr lange Geschichte. denn bereits im 12. Jahrhundert traten in England zwei Mannschaften aus dem Dorf Ashbourne in einer Vorform des Fußballs gegeneinander an. Da das Dorf in der Grafschaft Derbyshire liegt, wurde das jährlich stattfindende Spiel bald nur noch als Derby bezeichnet. Die Grafschaft gibt es übrigens immer noch und bis heute spielen in Ashbourne auch einmal im Jahr zwei Mannschaften das berühmte Spiel.
Leider wird der Begriff in der Schreiberzunft sehr inflationär verwendet. Kaum sind zwei Städte oder Dörfer nur wenige Kilometer voneinander getrennt und spielen in der selben Liga, so wird von Sportjournalisten daraus gleich ein Derby gemacht. Dem nicht genug, manchmal bezeichnen sie sogar jedes Spiel zweier Südtiroler Mannschaften in derselben Liga bereits als Derby. Was für einige Journalisten bedeutet, daß z.B. in der Oberliga annähernd die Hälfte aller Spiele Derbys sind. Also liebe Journalisten, Vereins- und Sportartikelschreiber aufgepasst: „Der Begriff Derby bezeichnet eine Austragung im Mannschaftssport, bei der zwei meist stark rivalisierende Sportvereine einer Stadt oder Region aufeinandertreffen. Für die Fans und Mannschaft der betroffenen Vereine haben solche Ereignisse häufig eine hohe symbolische Bedeutung.“ (Wikipedia) Weiterlesen

20. November

Es war am 20. November 2011, als der AC Trento Calcio zum zweiten und bis dato letzten Mal zu Gast auf der Lahn war und es war ein Spiel, das man nicht so schnell vergessen sollte. Damals konnte unsere Mannschaft das Match in der letzten Viertelstunde noch drehen und einen 0:1 Rückstand in einen 3:1 Sieg umwandeln, wodurch sie die Curva natürlich zum Beben brachte.
Auf den Tag genau fünf Jahre später, am 20.November 2016, findet nun also bald das lang ersehnte Auswärtsspiel im altehrwürdigen Briamasco-Stadion von Trento statt. Schon lange schwirrt dieses Datum in unseren Köpfen herum und so langsam spürt man wie die Vorfreude innerhalb der blau/weißen Fangemeinde von Tag zu Tag steigt. Zwar sind die Tage der Ultras Trento schon seit einigen Jahren gezählt, jedoch gibt es dort allem Anschein nach seit Kurzem eine neue Gruppe, welche ihr Team aktiv supportet. Schon alleine der Fakt, dass wir auf gegnerische Fans treffen werden, welche in unseren Ligen so häufig wie Wasser in der Wüste sind, macht diese Trasferta zu etwas ganz Besonderem für uns. Aber nicht nur das, auch die Geschichte, das Stadion, die Tradition des Vereins aus der regionalen Hauptstadt sind Gründe, welche diesen Verein von allen anderen Vereinen in unserer Liga unterscheidet. Gründe, welche hoffentlich viele Obermais-Fans aus ihren Löchern kriechen und diesem Spiel beiwohnen, lassen. Gründe, die diesen Tag zu einem ähnlich unvergesslichen Tag werden lassen, wie es unsere vergangenen und bisher einzigen zwei Auswärtsspielen gegen diesen Verein waren. Gründe, welche hoffentlich Leute aus Wien, Innsbruck, Rom, München und Stuttgart dazu veranlassen werden, wiedereinmal „nach Hause“ zu kommen um ein, sicherlich besonderes Spiel ihres FC Obermais zu sehen.
Aktuell führen die Trientner die heimische Oberligatabelle überlegen an und haben elf, der bisherigen elf Partien für sich entschieden, was bei dem Budget über welches man dort verfügt auch nicht sonderlich verwundert. Im Fußball ist aber bekanntlich kein Gegner unschlagbar und der 20. November ist ein guter Tag um Geschichte zu schreiben. Alle auf nach Trento!!!

Des sein die Tog mein Freind

Bald sind sie wieder vorbei, die Sonntage welche vorwiegend in der Waagerechte und dem Hin- und Herzappen zwischen Bud Spencer Filmen und Wintersport verbracht werden. Die Sonntage, an denen man sich kurz nach dem Aufwachen die Frage stellt, was man heute unternehmen könnte um am Ende doch keinen Fuß vor die Haustür zu bekommen, entweder weil man einfach keine Lust dazu hat oder weil man dem Vorabend Tribut zollen muss und schlicht und einfach nicht fähig dazu ist.
In ein paar Tagen rollt der Ball in der heimischen Landesliga endlich wieder und mittendrin statt nur dabei im Titelkampf befindet sich dabei unser FC Obermais. Vier Punkte beträgt der Vorsprung auf den Zweitplatzierten St. Pauls, welcher gleich unser erster Gegner im Kalenderjahr 2016 sein wird. Am Sonntag kommt es zum lang ersehnten Duell Zweiter gegen Erster. FC St. Pauls gegen FC Obermais. Gründe sich dieses Spiel live anzusehen gibt es genug, Gründe die dagegen sprechen keine.
13

Kicken mit Flüchtlingen – es geht weiter!

Am Montag 20. Juli mit Beginn um 20:30 Uhr am Kunstrasen FCO (ehemaliger Viehmarktplatz) in Meran findet das nächste Fußballspiel mit den vor Kurzem in Meran angekommenen Menschen aus Afrika statt. Wer gut erhaltene Fußballschuhe und/oder kurze Hosen zu Hause hat, kann uns diese gerne vorbeibringen. Jede/r ist herzlich eingeladen, sich die Spiele anzusehen. Wir freuen uns!

10287017_804542436230258_1458199709614942407_o

football unites – racism divides

1898813_1474258472887609_3715523814786794889_o

Vor Kurzem hat die Fanszene Obermais zu einem Fußballspiel mit den vor zwei Wochen in Meran angekommenen Menschen aus Afrika eingeladen. Auf dem Kunstrasenplatz FCO am Viehmarkt wurde gekickt und gebolzt was das Zeug hielt. Einiges an Fußballschuhen, Shirts und kurzen Hosen konnte unseren neuen Freunden zur Verfügung gestellt werden. Wer also Fußballschuhe zu Hause hat, die nicht mehr gebraucht werden, soll sich bitte bei uns melden. Wir werden auch in Zukunft mit den jungen Herren zum Kicken gehen und ihnen die Möglichkeit geben, einen Fußballplatz zu nutzen. Wann die Spiele stattfinden, werden wir noch mitteilen, wir würden uns natürlich auch über Fanunterstützung freuen. An dieser Stelle möchten wir uns sehr herzlich beim FC Obermais bedanken, der uns auf unkomplizierte Weise, den Platz zur Verfügung gestellt hat und mit seiner Unterstützung einen wichtigen Beitrag leistet. Die Fanszene Obermais möchte mit dieser Aktion ein Zeichen gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit setzen. Menschen welche auf der Flucht vor Krieg, Diktatur, Verfolgung und Hunger sind, verdienen Schutz und unsere Hilfe und nicht Ablehnung und Fremdenfeindlichkeit. Es sind Menschen wie ich und du und sie haben auf ihrer beschwerlichen Reise und oft schon Jahre andauernden Flucht Dinge erlebt, die wir an dieser Stelle nicht ausführen möchten, weil es einfach unerträglich ist und es dafür eigentlich keine Worte gibt. Wir glauben aber, dass es nötig ist, den immer weiter voranschreitenden Hass in bestimmen politischen Parteien, Gruppen und Internetforen zu verurteilen und, dass mehr Menschen in unserer Gesellschaft der Entmenschlichung von Schutzsuchenden entgegentreten sollten. Auch und leider zu viele Medien in diesem Land tragen mit ihrer populistischen und tendenziösen Berichterstattung nicht dazu bei, diesen Menschen mit dem nötigen Respekt zu begegnen, den sie eigentlich verdienen. Flucht ist kein Spaß, sondern der letzte und in den allermeisten Fällen einzige Ausweg vor Krieg, Folter und Tod. Wir möchten deshalb wenigstens einen kleinen solidarischen Beitrag leisten und Menschen, welche Schutz und vielleicht ein neues Zuhause suchen, eine Möglichkeit geben sich vom relativ tristen Alltag im Heim am Bahnhof in Meran abzulenken und das Geschehene, wenigstens für kurze Zeit ein klein wenig zu lindern. Und was kann es dabei besseres geben, als dem besten aller Hobbys nachzugehen?

Die Kugel rollt wieder

Wieder einmal viel zu lang war die Landesliga-Winterpause und so sehnte man sich  vor allem in den letzten Wochen, bei fast schon frühlingshaften Temperaturen, nach dem Rückrundenstart. Am Sonntag ist es dann endlich soweit und um punkt 15:00 Uhr erfolgt der Start in das blau/weiße Jahr 2015. Die SG Schlern kommt dabei zu Gast auf die Lahn, ein Gegner der sicher nicht zu unterschätzen ist, gegen den unser Ziel aber trotzdem drei Punkte sein müssen, wollen wir im Titelkampf noch ein Wort mitreden.
Aber hoffentlich sind nicht nur die Spieler motiviert auf die Rückrunde, sondern auch die gesamte Fanszene. Lasst uns dort weitermachen, wo wir vor ein paar Monaten aufgehört haben und unsere Fahnen wieder hoch in Himmel halten.

Und immer nach dem Motto:

Des sein die Tog mein Freind,
nix auser Fuaßboll hait,
mir singen tonzen für insern FCO!

Mir peitschen enk zum Sieg,
bis in die Oberlig,
und ins es Bluat in die Odern explodiert!